TVDD Treffpunkt im September

Der TVDD begrüßt das Basiskonzept RINNE und sieht darin ein klares Bekenntnis der Stadt Dresden, langfristig die wirtschaftlich bedeutsame Chance von Großkonzerten in Dresden zu nutzen.

Am 02. September 2025 fand eine TVDD Treffpunkt mit Thema: Basiskonzept Konzerte Rinne & Auswertung Wirtschaftsfaktor Großkonzerte 2024 statt. 39 Mitglieder nahmen teil und diskutierten über aktuelle Entwicklungen im Konzertbereich

Frau Miseer von der DMG präsentierte die Ergebnisse der beauftragten Marktforschung: Wirtschaftsfaktor Großkonzerte anhand der Rammstein und ACDC Konzerte in 2024.

Herr Kluge von der Messe stellte der Branche das Basiskonzept vor. Die Varianten bis 20.000 Gäste, bis 40.000 Gäste und bis 80.000 Gäste wurden im Detail erklärt und verstanden. Auch die Komplexität und die einzuhaltenden Richtlinien wie zum Beispiel der Freizeitlärmrichtlinie.

Anschließen wurden folgende Punkt aus der Branche zusammengetragen die an das Basiskonzept anschließen und deren Beachtung notwendig sind:

  • Großkonzerte, die die touristische Nachfrage erhöhen, sind deutlich wichtiger als in den Jahren vor 2020. Sie sind notwendig um touristischen Unternehmen die Möglichkeit zu geben, die immer größer werdenden Verluste, durch die rasant gestiegenen Kosten gemeinsam mit geringer Nachfrage aus dem ersten Quartal, zu kompensieren.
  • Auf Grund der ebenfalls rasant gestiegenen Kosten für der Produktion von OpenAir Konzerten sind oft Konzertserien notwendig um rentabel zu wirtschaften und das Ticketpreise bezahlbar bleiben. Meist jedoch zumindest 2 in Folge.
  • Bei der Variante bis 80.000 Gäste ist unser Mitglied First Class Konzept (Ostradome, Ostrastudios, etc) nicht mehr erreichbar. Hier muss eine tragfähige Lösung erarbeitet werden um dem Unternehmen das Gewerbe in diesem Fall zu ermöglichen.
  • Sollte sich in der Verhandlung zwischen Veranstalter und dem Management herausstellen, dass die Endzeit 22:00 Uhr zum sogenannten „Dealbreaker“ wird, weil das Konzert bis 22:15 oder 22:30 gehen soll, muss überlegt werden ob wir als Destination uns das wirtschaftlich erlauben können, auf zusätzlich Steuereinnahmen + zusätzliche Bettensteuer zu verzichten. Aus unserer sich ein klares Nein. Hier sollten wohlwollend Möglichkeiten auch mit Betrachtung der Freizeitlärmrichtlinie erarbeitet werden.
  • Die Einschränkungen wie max. 5 Konzerte pro Jahr, etc. müssen im Einzelfall geprüft werden, wenn diese Punkte vom Basiskonzept abweichen. Wir können es uns wirtschaftlich nicht leisten Konzerte zu verlieren, wenn solche Einschränkungen zum „Dealbreaker“ werden und es in den Verhandlungen nicht gelingt alle Punkte des Basiskonzepts zu 100% zu erfüllen

Wir verstehen das Basiskonzept als groben Rahmen für die Durchführung von Großkonzerten in der Rinne. Es ist ein Aufgalopp für Dresden, um uns bei nationalen und internationalen Konzertveranstaltern als Gastgeber für Großkonzerte zu bewerben und die zusätzlichen Marketingeffekte für die Destination zu nutzen.

Foto: ©Christian Lorenz

Rinne Dresden