Pressemitteilung vom 31. Oktober 2024
Der Parlamentarische Abend Dresden 2024 brachte zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Tourismusbranche zusammen, um über die zukünftige Entwicklung des Tourismusstandortes Dresden zu diskutieren. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Tourismusverband Dresden (TVDD) gemeinsam mit dem Dresden Convention Bureau (DCB) und der Dresdner Hotelallianz.
Alle Fraktionen des Dresdner Stadtrates waren eingeladen, um mit Dienstleistern, Unternehmern und Stakeholdern der Branche in den direkten Austausch zu treten. Der Einladung folgten unter anderem Vertreter der CDU, AfD, FDP und Bündnis 90/Die Grünen. Über 40 Multiplikatoren aus Hotellerie, Gastronomie, Museen, Agenturen, der Veranstaltungsbranche sowie aus dem Kreis der Gästeführer nutzten die Gelegenheit, ihre Anliegen mit den politisch Verantwortlichen zu diskutieren.
Eröffnet wurde der Parlamentarische Abend Dresden 2024 mit einem gemeinsamen digitalen Quiz. Fragen zu Herkunftsmärkten, Gästezahlen und zur Bettenauslastung der Dresdner Hotellerie ermöglichten einen spielerischen Einstieg in die Thematik und boten zugleich interessante Einblicke in den aktuellen Stand des Tourismus.
Im Anschluss führte Sebastian Klink, 1. Stellvertretender Vorsitzender des TVDD, durch den Abend. Er präsentierte zentrale Zahlen und Fakten aus der Hotellerie und ordnete diese in den gesamtstädtischen Kontext ein.
Im Rahmen des Parlamentarischen Abend Dresden 2024 wurde deutlich, dass die rund 140 Dresdner Hotels und Pensionen im vergangenen Jahr eine solide Zimmerauslastung von etwa 64 Prozent erreichen konnten. Gleichzeitig liegt der durchschnittliche Zimmerpreis mit rund 95 Euro im europäischen Vergleich weiterhin auf einem moderaten Niveau.
Offenes Entwicklungspotenzial sieht der Verband insbesondere im Bereich von Großveranstaltungen, Firmenveranstaltungen, Kongressen und Events. Aktuelle Zahlen zeigen bereits, welchen positiven Einfluss diese Formate auf die touristische Entwicklung haben können.
Ergänzt wurden die Ausführungen durch Redebeiträge von Florian Leisentritt, Direktor des Gewandhauses Dresden, Autograph Collection, und Leiter der Dresdner Hotelallianz. Er hob die tragende Rolle der MICE-Branche hervor. Auch Hendrik Elbisch vom Dresden Convention Bureau unterstrich, dass Meetings, Incentives, Congresses und Events dazu beitragen, saisonale Schwächen auszugleichen und Gäste langfristig an Dresden zu binden.
Internationale Großkonzerte – etwa von Rammstein, AC/DC, Kraftwerk oder Roland Kaiser – hätten gezeigt, wie stark Veranstaltungen mit internationaler Strahlkraft positive Impulse für den Tourismus setzen können.
Sebastian Klink betonte in diesem Zusammenhang:
„Konzertveranstalter müssen eine Kultur des Ermöglichens in Dresden erfahren. Gelingt uns das nicht gemeinsam, gehen sie in andere Destinationen und wir verlieren das enorme Potenzial an wiederkehrenden Touristen.“
Weitere zentrale Themen des Parlamentarischen Abend Dresden 2024 waren Nachhaltigkeit und Erreichbarkeit. ESG-Kriterien spielen für Unternehmen bei der Standortwahl eine zunehmend wichtige Rolle. Auch eine gute Anbindung – insbesondere im Zusammenhang mit der Rolle des Dresdner Flughafens – wurde als entscheidender Standortfaktor hervorgehoben.
Diese Aspekte wurden in der anschließenden Diskussionsrunde vertieft, die mit Statements der anwesenden Stadträte zur Zukunft des Tourismus in Dresden eröffnet wurde.
In der offenen Diskussion kamen verschiedene Themen zur Sprache, darunter:
Zudem stellte der TVDD ein Modell zur Bettensteuer nach Leipziger Vorbild vor. Dort wird ein Teil der Einnahmen gezielt für Marketingmaßnahmen im Tourismus eingesetzt. Die anwesenden Abgeordneten sagten zu, den Vorschlag in die politischen Gremien mitzunehmen und mögliche rechtliche Rahmenbedingungen zu prüfen.
Der Parlamentarische Abend Dresden 2024 zeigte eindrucksvoll, wie wichtig der direkte Austausch zwischen Tourismusbranche und Stadtpolitik ist. Der offene Dialog schafft Verständnis, ermöglicht gemeinsame Lösungsansätze und bildet eine wesentliche Grundlage für eine positive Entwicklung des Tourismus in Dresden.
Sebastian Klink fasste den Abend zusammen:
„Der gemeinsame Dialog zwischen der Tourismusbranche und der Stadtpolitik ist ein wesentlicher Bestandteil für eine gute Zukunft des Tourismus in Dresden.“
Der Abend klang in einem lockeren Austausch und intensivem Netzwerken aus.